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Italien: Boulevardtheater statt Oper?

Dirk Schümer berichtet am 10.05.2010 in der FAZ unter der Überschrift „Auf zum letzten Addio!“ von den Sparplänen der Regierung Berlusconi im Kulturbereich, die für viele italienische Opernhäuser den „Todesstoß“ bedeuten könnten. In seinem Beitrag heißt es unter anderem:

Ministerpräsident Silvio Berlusconi selbst lässt sich seit je ostentativ bei den luxuriösen Saisoneröffnungen am Ambrosiustag in der Scala nicht blicken und tummelt sich stattdessen lieber im Boulevardtheater, in dem er auch seine zukünftige Exfrau kennengelernt hatte. Ein Staatssekretär hat bereits kühl darauf hingewiesen, dass man in schweren Zeiten durchaus Opernhäuser schließen könne. Und Kulturminister Sandro Bondi wie sein Kollege, der Effizienzguru Renato Brunetta, höhnen über notorisch unterbeschäftigte, überbezahlte und dafür auch noch frühpensionierte Orchestermusiker und klagen nicht einmal zu Unrecht über exorbitante Honorare der Pult-, Regie- und Gesangsstars. Offenbar auch unter dem Druck der rechtspopulistischen Lega Nord, die sich vor Wahlen gerne über ausländische Künstler und moderne Regie aufregt, sieht Berlusconis herrschende Klasse in den Opernhäusern ein ideales Sparziel. (weiter lesen)

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