Nach dem vereitelten Mordanschlag auf den dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard schlagen rechtextreme Kreise des Landes wieder verstärkt rassistische Töne an. Allen voran die Dansk Folkeparti, die seit 2001 die Mitte-Rechts-Regierung in Kopenhagen duldet.
Der 74-jährige Westergaard war am Neujahrstag in seinem Haus von einem 28 Jahre alten und mit Messer und Beil bewaffneten Somalier überfallen worden, konnte sich aber in einem extra eingerichteten Schutzraum in Sicherheit bringen. Er gehörte vor fünf Jahren zu den Zeichnern der umstrittenen Mohammed-Karikaturen, die zu massiven Protesten in der muslimischen Welt geführt hatten.
Bruno Kaufmann berichtete am 04.01.2010 in der Basler Zeitung über die Reaktionen der rassistischen Partei:
Pia Kjaersgaard, die Chefin der Dänischen Volkspartei, die Muslime wiederholt als „auszumerzendes Ungeziefer“ bezeichnet hatte, forderte sogleich die Verhaftung und Ausweisung somalischer Terroristen und ihrer Angehörigen. In Dänemark leben gut 18′000 aus dem afrikanischen Land stammende Menschen. Umgekehrt publizierte „Jyllands-Posten“ sogleich die Erklärung eines Shabab-Sprechers in Mogadiscio, in der das Attentat ausdrücklich gewürdigt wird. [weiter lesen]









