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Spanien: Geschichtspolitik und die Debatte über die Franco-Diktatur

Hans-Günter Kellner hat sich im Format Hintergrund des Deutschlandfunk am 04.01.2009 mit der spanischen Geschichtspolitik und der Debatte über die Franco-Diktatur befasst. In seinem Beitrag heißt es unter anderem:

2002 verurteilte das spanische Parlament erstmals den Staatsstreich von General Franco von 1936. Gleichzeitig wurden die Behörden zur Mithilfe bei der Suche nach verscharrten Opfern der Diktatur aufgerufen – Opferorganisation vermuten noch 113.000 Verschwundene. (…)

2007 verabschiedet das spanische Parlament ein Gesetz über die Rechte der Opfer von Bürgerkrieg und Diktatur. Es ist das achte. Anders als die sieben vorherigen beschränkt es sich nicht auf Entschädigungszahlungen. Franco-Statuen oder Straßenschilder mit den Namen bedeutender Generäle der Diktatur im öffentlichen Raum sind jetzt verboten.

Doch bei diesem Gesetz werden die Risse deutlich, die nach wie vor durch das politische Spektrum Spaniens laufen: Die konservative Volkspartei stimmt gegen das Gesetz, wirft den Sozialisten um Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero vor, in den Vergangenheit zu blicken, statt in die Zukunft. Sie wendet sich nun auch wieder gegen die Suche nach den Repressionsopfern. [weiter lesen]

Der Beitrag steht auf den Seiten des Senders zum Nachhören bereit (Stream/MP3)

Das Manuskript findet sich hier.

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