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Finnland: Fremdenhass nach Amoklauf

Nach dem Amoklauf des 43-jährigen Ibrahim S. in einem Einkaufszentrum im finnischen Espoo am 31.12.2009 häufen sich besonders im Internet rassistische und rechtsextreme Ausfälle. Der Täter, ein Kosovo-Albaner, lebt seit 20 Jahren in Finnland. Dazu schreibt André Anwar in der Print-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Der Standard am 02.01.2010 unter anderem:

Während nach den beiden von jungen Finnen begangenen Amokläufen an Schulen im September 2008 (elf Tote) und Ende 2007 (neun Tote) vor allem die lockeren Waffengesetze im traditionellen Jagdland Finnland kritisiert wurden, steht am Neujahrstag die ausländische Herkunft des Täters im Zentrum. Der überraschend breit gestreute Ausländerhass entlud sich im Internet und Diskussionen. „Die Einwanderungspolitik ist eine Katastrophe!“, „Schickt die alle heim!“, „Wir brauchen die Todesstrafe!“ waren einige der Kommentare.

Selbst Politiker reagierten unbeholfen auf die nun so offen ausgetragene Ausländerfrage. Statt deutlicher Abstand zu nehmen, sagte etwa Innenministerin Anne Holmlund lediglich, sie wolle nicht jetzt schon Schlüsse aus der ethnischen Herkunft des Täters ziehen. „Das ist eine Frage die wir prüfen müssen, ohne Hetzstimmung, wenn die akute Krise vorüber ist“, sagte sie im Rundfunk. Das lockere Waffengesetz spielt diesmal keine Rolle: Im Unterschied zu den jugendlichen Amokläufern hatte der 43-Jährige keine Lizenz für seine Pistole. [weiter lesen]

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