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Ungarn: Gábor Vona ist Jobbik-Spitzenkandidat

Der Chef der rechtsextremen Partei Jobbik, Gábor Vona, ist nun auch offiziell der „Ministerpräsidentenkandidat“ der rechtsextremen Partei für die Parlamentswahlen im Frühjahr. Die Europaabgeordnete Krisztina Morvai soll für den Posten des Staatspräsidenten nominiert werden. Das kündigte eine Sprecherin der Partei an. Dazu heißt es in der deutschsprachigen ungarischen Zeitung Pester Lloyd unter anderem:

Das „Minimalziel der Partei“ liegt darin, bei den nächsten Wahlen stärker abzuschneiden als die Sozialisten von der MSZP, da diese „unfähig sind, ungarische Interessen wahrzunehmen“. Die Sozialisten werden derzeit bei rund 18-22%, Jobbik bei 10-15% eingeschätzt. […] Es ginge darum, ob Ungarn „eine Nation für die Ungarn“ bleibt oder ob es „von anderen“ geführt wird. Für Mitte Januar wurde ein Wahlprogramm angekündigt, dass „ausschließlich ein Kriterium enthält: die Vertretung der Interessen der ungarischen Menschen“.

Erst Mitte Dezember hatte die Partei eine juristische Niederlage erlitten. Der Oberste Gerichtshof hatte das Verbot der Parteimiliz Ungarische Garde für rechtskräftig erklärt.

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