Deutschland, Schweiz | 11.12.2009 | eurorex

Schweiz: SVP-Politiker Andreas Glarner tritt deutscher Rechtspartei Pro Köln bei

Der Aargauer SVP-Großrat Andreas Glarner tritt der islamfeindlichen deutschen Gruppe „pro Köln“ bei. Diese wird vom deutschen Verfassungsschutz verdächtigt, mit rechtsextremen Kreisen in Verbindung zu stehen. Dazu meldet das Portal a-z.ch am 10.12.2009 unter anderem:

Wie Radio Argovia berichtet, fühlt man sich bei „pro Köln“ geehrt, einen SVP-Politiker als Mitglied zu haben. Glarner wiederum will dem Minarett-Verbot auch im Ausland zum Durchbruch verhelfen. Dass die Gruppierung vom deutschen Verfassungsschutz verdächtigt wird, mit Rechtsextremen Kontakte zu Unterhalten, erachtet Glarner als nicht problematisch, wie er gegenüber Radio Argovia erklärt. [Beitrag hören]

„Für die Zusammenarbeit der Islamkritiker in Europa bedeutet dieser Schritt einen Quantensprung”, kommentierte pro Köln-Chef Markus Beisicht inzwischen den Beitritt des Schweizers zu seiner Organisation.

Bei der Schweizer Tageszeitung 20 Minuten heißt es dazu außerdem:

Über diese Aktion ist selbst die „Bürgerbewegung pro Köln“ überrascht, wie sie auf ihrer Homepage schreibt: „Die Solidaritätskampagne der Pro-Bewegung mit Islamkritikern in der Schweiz sorgt für überraschende Reaktionen: Der Fraktionspräsident der Schweizer Volkspartei (SVP) im Kanton Aargau, Grossrat Andreas Glarner, wird Mitglied der Bürgerbewegung pro Köln!“ […]

Dass die Gruppe unter dem „Verdacht einer rechtsextremistischen Bestrebung“ steht und vom deutschen Verfassungsschutz beobachtet wird, stört Glarner nicht, wie er Radio Argovia sagte. „Ich habe es nicht gewusst. Aber in Deutschland stehen fast alle Parteien unter Beobachtung“, sagt Glarner, „dort würde auch die SVP unter Beobachtung stehen.“ Deshalb habe er auch keine Mühe damit: Der Verdacht alleine sei kein Grund, sich dagegenzustellen. [weiter lesen]

Die Basler Zeitung kann zudem berichten:

Er werde sofort aus der Bewegung austreten, falls sich herausstellen sollte, dass „pro Köln“ rechtsextrem sei, sagte Glarner auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er habe jedoch keine Anzeichen dafür bemerkt.

Glarner ist im Aargau als Provokateur bekannt. Er lancierte für die eidgenössischen Wahlen 2007 Plakate mit der Aufschrift „Aarau oder Ankara?“, worauf es zu einem Strafverfahren wegen Rassendiskriminierung kam. Das Bundesgericht stellte es im Februar 2008 ein.

Für einen Skandal sorgte er auch bei den Regierungsratswahlen Anfang 2009. Damals schaltete er zusammen mit einem FDP-Großrat ein Inserat gegen den damaligen Bildungsdirektor Huber, das weinende Kinder und den Spruch „Keiner wählt Rainer“ zeigte. Während der FDP- Großrat für das Plakat der Hut nehmen musste, gestand die SVP lediglich „gewisse Fehler“ ein. [weiter lesen]

1 comment to Schweiz: SVP-Politiker Andreas Glarner tritt deutscher Rechtspartei Pro Köln bei

Leave a Reply

 

 

 

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>