Die Schweizer Tageszeitung 20 Minuten berichtet am 11.12.2009 über satirische Reaktionen aus Deutschland und den USA auf das Minarett-Verbot in der Eidgenossenschaft. In dem Beitrag heißt es unter anderem:
„Wer hats erfunden?“ Die Schweizer waren es – und sind mit ihrem Minarett-Verbot kahlgeschorenen deutschen Islam-Gegnern um Längen voraus. Die machen ein langes Gesicht ob der Tatkraft der Schweizer, weiß das profunde NDR-Satiremagazin „Extra 3“. Doch nicht nur in Deutschland sorgt die Abstimmung für Händereiben: Auch US-Talkmaster und TV-Kasper haben sich des Themas angenommen.
Schon im August belustigte sich Stephen Colbert über die Schweiz. Wenn die US-Republikaner Wahlen gewinnen wollten, müssten sie wie die SVP polarisierende Themen besetzen. „Und wenn ihnen die Trennung von Staat und Religion so wichtig ist, wieso entfernen sie dann nicht das Kreuz aus ihrem Wappen?“, hatte er in seiner TV-Show gefragt und schallendes Gelächter des Publikums geerntet. […]
Auch Jon Stewart, der derzeit vielleicht beste Entertainer des US-Fernsehens, hat sich des Themas Anfang Dezember angenommen. Er wolle seine Show mit Europa beginnen, genauer mit einer „quaint gated community“. Gated Communities sind bewachte Wohnviertel reicher Amerikaner, quaint bedeutet altertümlich. „Wie könnt ihr so bekannt für eure Neutralität sein und dann so aggressiv vorgehen?“, fragt der Moderator. Nachdem er das bekannte SVP-Plakat auseinandergenommen hat, zeigt er weitere Bilder aus früheren Kampagnen, wie das mit den Raben und den Schafen. Direkter ginge es mit einem anderen Plakat, schlägt Stewart vor: „Ich mag Muslime nicht. Sie ziehen sich komisch an.“ [weiter lesen]









