Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro NRW“ plant im nächsten Frühjahr eine „internationale Konferenz für die Einführung eines Minarettverbotes“, die im Ruhrgebiet stattfinden soll. Das berichtet der antifaschistische Informationsdienst „blick nach rechts“ am 08.12.2009. Dort heißt es weiter:
„Höhepunkt“, so „pro NRW“, werde „ein aus mehreren Ruhrgebietsstädten startender Protestzug nach Duisburg-Marxloh zur dortigen Großmoschee sein“. Einladen will „pro NRW“ zu der Veranstaltung im Vorfeld der nordrhein-westfälischen Landtagswahl „europäische Freunde aus Flandern, Österreich, Frankreich, den Niederlanden, Italien und Dänemark“. Ausdrücklich genannt werden die österreichische FPÖ und der belgische „Vlaams Belang“.
Der „pro NRW“-Vorsitzende Markus Beisicht machte in seiner Mitteilung deutlich, dass sich die Veranstaltung nicht nur mit dem Bau von Minaretten beschäftigen soll. Ihm geht’s ganz generell um Migration: „Die Einwanderer-Integration, insbesondere von Millionen Muslimen, ist gescheitert.“
Mit Konferenzen und Kongressen hatten die Rechtspopulisten bisher wenig Glück: Ihre beiden „Antiislamisierungskongresse“ 2008 und in diesem Frühjahr waren wegen der eigenen personellen und organisatorischen Schwäche und weil die Veranstaltungen auf eine breite gesellschaftliche Ablehnung stießen, zum Reinfall geworden.