Der spanische Neonazi Josué Estébanez ist wegen Mordes an dem 16-jährigen Antifaschisten Carlos Palomino und versuchten Mordes an einem Freund des Opfers zu einer Freiheitsstrafe von 26 Jahren verurteilt worden. Estébanez, der zum Tatzeitpunkt Soldat der spanischen Armee war, hatte vor zwei Jahren in der Madrider U-Bahn mit einem Messer auf die jungen Männer eingestochen. Er war auf dem Weg zu einer rechtsextremen Demonstration. Der Attacke vorausgegangen war lediglich ein Wortgefecht.
Das Gericht bestätigte in seiner Entscheidung den politischen Charakter des Angriffs. So habe Estébanez nach dem tödlichen Messerstich „Sieg Heil“ gerufen. Außerdem soll er den Hitler-Gruß gezeigt und gerufen haben: „Dreckiger roter Abschaum, ich bring dich um“.
Hintergrundinformationen bei Indymedia.
[...] Update: Der Täter wurde nun zu 26 Jahren Haft verurteilt, da das Gericht unter anderem die faschistischen Motive hinter dem Mord erkannte. Das mag einerseits ein „Fortschritt“ für spanische Verhältnisse sein, andererseits ist es keine Lösung für faschistische Gewalt, Übergriffe und Morde. Kurzer Bericht. [...]