Der nationalkonservative Parlamentsabgeordnete und Bürgermeister des nordostungarischen Ortes Edelény, Oszkár Molnár, hat in einem Interview mit dem privaten Fernsehsender TV 2 davor gewarnt, dass das „globale Kapital, das jüdische Kapital, wenn Sie so wollen, die ganze Welt verschlingt, speziell Ungarn“. Kurz zuvor hatte der Fidesz-Politiker bereits in einem Gespräch mit der Presseagentur MTI behauptet, Roma-Frauen würden ihre Kinder gezielt und bereits im Mutterleib verstümmeln, um zusätzliche Sozialleistungen einstreichen zu können.
Fidesz-Chef Viktor Orbán reagierte zurückhaltend auf die Ausfälle. Sie seien „plump“, aber kein Grund, Molnár deshalb aus der Partei auszuschließen. Auch über dessen neuerliche Kandidatur für die Parlamentswahlen im April 2010 werde erst entschieden, wenn man sich ein Bild von seiner Unterstützung vor Ort gemacht habe. Gleichwohl erwarte er, dass Molnár „seine Wortwahl sorgfältig überdenkt“.
Den Vorwurf des Sprechers der sozialdemokratischen Regierungspartei MSZP, Istvan Nyako, der Fidesz „befinde sich in Gesellschaft von Faschisten und Spaltern“, wies Orbán entschieden zurück. Molnárs Bemerkungen seien zwar „unpassend“ gewesen, aber in derselben Partei wie Nyako zu sein, sei schlimmer.
[...] klingt nicht wirklich “bürgerlich”, oder? So wenig wie die Aussage des ehemaligen Fidesz-Abgeordneten Oszkár Molnár, wonach “das globale Kapital, das [...]