Schweiz, Österreich | 08.10.2009 | eurorex

Schweiz: Minarett-Gegner Wobmann hat Kontakte zur rechtsextremen FPÖ

Der Frontmann der Schweizer Anti-Minarett-Initiative, SVP-Nationalrat Walter Wobmann, pflegt Kontakte zur rechtsextremen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Darauf verweist die Basler Zeitung in ihrer Ausgabe vom 08.10.2009. Wobmann sei vor rund einem halben Jahr auf „Einladung des deutschnationalen Flügels“ der FPÖ nach Österreich gereist, wo er auch der Rechtspostille „Zur Zeit“ (7/2009) Rede und Antwort gestanden habe. Gegenüber dem Blatt hatte er einen möglichen EU-Beitritt der Türkei als eine Katastrophe für ganz Europa bezeichnet, weil die Türkei kein richtiges europäisches Land sei.

Unter der Überschrift „Minarett-Gegner Wobmann kämpft auch im Ausland“ berichtet BZ- Autor Hubert Mooser weiter:

Herausgeber der Wochenpublikation «Zur Zeit» ist der Europa-Abgeordnete und Rechtsaußen-Politiker Andreas Mölzer. […]

Der Politiker und Publizist stand selbst für FPÖ-Chef Jörg Haider zu weit rechts. Mölzer wurde 2005 aus der Partei ausgeschlossen. Von ihm stammt der Satz, dass die deutsche Volks- und Kulturgemeinschaft in Deutschland und in Österreich «erstmals in seiner tausendjährigen Geschichte» vor einer «Umvolkung» stehe.

Mölzer und seine Anhänger pflegen enge Kontakte zu deutschnationalen und faschistischen Gruppierungen und Parteien in ganz Europa, wie zum Beispiel zum belgischen Vlaams Blok um Philip Claeys, dem Front National von Jean-Marie Le Pen und der neofaschistischen Alternativa Sociale um Alessandra Mussolini. Erst nach der Abspaltung des Haider-Flügels von der FPÖ, wurde der Ausschluss Mölzers wieder rückgängig gemacht.

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