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Deutschland: Graue Wölfe bei der CDU?

Graue Wölfe
Nach Informationen des Magazins Cosmo-TV (WDR) pflegt der Krefelder CDU-Politiker Mehmet Demir Kontakte zu den türkischen Neofaschisten der Bozkurtçular (Graue Wölfe). Darauf sollen zahlreiche, inzwischen entfernte Fotos im Internet hindeuten, die ihn mit Funktionären der rechtsextremen Gruppierung zeigen. Anhand der Gesten und der Anordnung der Personen entstehe der Eindruck, Demir nehme in ihrem Kreis eine bedeutende Position ein.

Bereits im April 2008 war es in Krefeld zu einem Eklat gekommen, weil drei Mitglieder des dortigen Ausländerbeirats, darunter auch Mehmet Demir, eine Gedenkveranstaltung anlässlich des Siegs der osmanischen Truppen über die Westalliierten im Jahre 1915 besucht hatten, an der die Grauen Wölfe maßgeblich beteiligt waren. Auf einem Büchertisch gab es Bildbände des Gründers der Grauen Wölfe zu kaufen. Gäste formten den Gruß der nationalistischen Bewegung: ausgestreckter Arm, mit der Hand angedeuteter Wolfskopf.

Demir selbst bestreitet, Mitglied der türkisch-nationalistischen Vereinigung zu sein, die in den 70er- und 80er-Jahren durch Gewalttaten auf sich aufmerksam machte, sich heute aber als gemäßigt und integrationsbereit darstellt. Nach WDR-Angaben sollen sich bei der Jungen Union (JU) und anderen Gliederungen der CDU in Nordrhein-Westfalen weitere Migranten engagieren, die mit den Grauen Wölfen in Verbindung stehen.

Darauf hatte im Juni dieses Jahres bereits das ehemalige Vorstandsmitglied der CDU-Organisation Deutsch Türkisches Forum (DTF), Ali H. Yildiz, hingewiesen und die Konsequenz gezogen: Er nahm seinen Hut. „Es kann“, so Yildiz, „nicht sein, dass wir uns auf der einen Seite gegen Pro Köln zusammenschließen und auf der anderen Seite die türkische NPD über die CDU Köln hofieren.“

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